Chronik der St. Hubertus Schützenbruderschaft Niederbreitbach e.V.

Vor 125 Jahren wurde die Schützenbruderschaft von Männern unseres Dorfes ins Leben gerufen. Ein Gründungsprotokoll ist nicht mehr vorhanden, weil die Chronik mit fast allen übrigen Akten im 2. Weltkrieg durch Brand vernichtet wurde.Kassenbuchauszug von 1913

Ältestes Dokument in den Unterlagen ist ein Kassenbericht aus dem Jahr 1913 (siehe Auszug). Aber das Gründungsjahr steht fest, denn als solches war 1876 auf der ersten Bruderschaftsfahne angegeben. Diese alte Vereinsfahne wurde dem langjährigen, verdienten, im Jahre 1964 verstorbenen Major der Bruderschaft Johann Mertesacker mit ins Grab gegeben.

Nach einer noch vorhandenen alten Satzung hatten sich die Gründer der St. Hubertus-Schützenbruderschaft die Förderung der Eintracht und Geselligkeit sowie die Ausrichtung eines Volksfestes zur Aufgabe gestellt. Das Patronatsfest der Bruderschaft sollte jährlich durch einen Gottesdienst gefeiert werden. Ihre Aufgabe und ihre Verpflichtung hat die Bruderschaft allezeit erfüllt. Seit Bestehen hat sie stets die Kameradschaft und die Fröhlichkeit gepflegt. Heute krachen beim Königsschießen zwar keine Donnerbüchsen mehr auf unserem Schießgelände. Mit dem Kleinkalibergewehr werden im Sommer die Schießwettbewerbe ausgetragen. In Wintermonaten misst man sich schießsportlich mittels Luftgewehr in den einzelnen Disziplinen.

Eng gewachsen mit dem Brauchtum im Dorf, war der Bestand der Bruderschaft nie gefährdet, trotzdem sie jahrelang keinem Verband angehörte.

 

Erst im Jahre 1951 wurde sich dem Zentralverband der Deutschen Historischen Schützenbruderschaften angeschlossen. Dessen Leitbild „Glaube, Sitte und Heimat" den eigenen ursprünglichen Zielsetzungen und dem Wirken in der Vergangenheit inhaltlich weitgehend entspricht.

Mit besonderem Stolz blicken wir auf unsere vereinseigene Schießanlage mit dem Schützenhaus. Die gesamte Anlage wurde in Eigenleistung Ende der 60er Jahre errichtet. Später wurde das Schützenhaus in verschiedenen Bauabschnitten erweitert sowie renoviert und saniert. Ebenfalls wurde die gesamte Schießanlage erneuert und ein neuer Luftgewehrstand installiert. Die Schießanlage entspricht nun den Auflagen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz und ist offiziell behördlicherseits genehmigt und abgenommen.

Anfang der 90er Jahre wurde die Satzung des Vereins in soweit angepasst, dass nun auch Schützenschwestern Mitglied in unserer Bruderschaft sind. Eine erfreuliche Entwicklung, die dem Gemeinsinn unserer Schützenfamilie entspricht und förderlich ist. Nicht nur durch diese Entscheidung, können wir auf eine durchaus positive Mitgliederentwicklung schauen. Die Zahl der Mitglieder wächst kontinuierlich. Ein Zeichen, dass unsere Bruderschaft innerhalb der Dorfgemeinschaft fest etabliert ist und akzeptiert wird. Als durchaus erfreulich lässt sich auch die schießsportliche Entwicklung unserer Bruderschaft, ganz besonders in den letzten Jahren, bezeichnen. Die St. Hubertus-Schützenbruderschaft Niederbreitbach wird bestrebt sein, auch in Zukunft als aktiver Verein seine ihr seit 125 Jahren fest zugewiesene Aufgabe innerhalb der Dorfgemeinschaft und der Katholischen Kirchengemeinde weiter zu erfüllen und die Tradition dabei zu bewahren.

 

Höhepunkte der Vereinsgeschichte

Diözesan-König Emil Jenne

Einen Höhepunkt in unserem 125-jährigen Vereinsleben bildete im Jahr 1981 die schießsportliche Leistung unseres Schützenbruders Emil Jenne. Er errang bei dem Bundesfest in Koblenz die Würde des Diözesan-Schützenkönigs.

 

Auszeichnung von Peter Sahl mit dem St. Sebastianus Ehrenkreuz

Zum Gedenken an unseren Ehrenbrudermeister Peter Sahl geboren am 10. Juni 1917, verstorben am 06. Februar 2001.

Seit 195I war Peter Sahl bis zu seinem Tode Mitglied unserer Bruderschaft. Ein halbes Jahrhundert prägte und gestaltete er unseren Verein und hat sich über den Tod hinaus verdient gemacht. 20 Jahre gehörte Peter Sahl dem Vorstand an. Zwei Jahre war er stellvertretender Brudermeister und ab 1967 1. Brudermeister bis zum Jahr 1985. Als besonderer Dank für seine Verdienste wurde er zum Ehrenbrudermeister ernannt.


Anlässlich seines 8O. Geburtstages wurde er für seine Verdienste im Schützenwesen und speziell für seine Leistungen in unserer Bruderschaft mit dem St. Sebaslianus Ehrenkreuz ausgezeichnet.
Neben seinen Aktivitäten in unserer St. Hubertus-Schützenbruderschaft engagierte er sich auch in der kommunalen Selbstverwaltung und in der Katholischen Kirchengemeinde St. Laurentius.

Er hat sich immer für das Allgemeinwohl eingesetzt.
Seine stets fröhliche und ausgeglichene Lebensart wird uns fehlen. Wir werden unserem verstorbenen Ehrenbrudermeister Peter Sahl ein ehrendes Andenken bewahren und unsere Bruderschaft in seinem Sinne weiterführen.

©St. Hubertus Schützenbruderschaft. Alle Rechte vorbehalten.

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